Ich gegen das Licht... Gegenlichtfotografie!

Hier möchte ich dir beschreiben wie ich meine Gegenlichtaufnahmen erstelle.


Wer kennt sie nicht, diese geilen Bilder im Sonnenuntergang gegen die Sonne. Ich liebe das! Um solche Bilder zu erstellen, gibt es mehrere Möglichkeiten, eine davon ist das starke Unterbelichten des Fotos und das ist genau das, was ich hier beschreiben möchte.


Man muss sich daran gewöhnen, die Personen auf dem Kameradisplay nicht mehr zu erkennen.



Ich war schon immer ein Fotograf, der ohne große Hilfsmittel wie Biltze oder Reflektoren auf Hochzeiten oder zu Paarshootings gefahren ist. Bei meinen Gegenlichtaufnahmen belichte ich immer so, dass der Himmel nicht zu stark ausgebrannt ist. Dabei kann man mit modernen Kameras ruhig mal etwas Mut beweisen. Ich weiß, dass manche Fotografen den Himmel gern überstrahlen und ausbrennen lassen, das ist natürlich Geschmackssache. Die Fotos während des Shootings den fotografierten Personen zu zeigen, fällt da natürlich aus, da nur schwarze Personen zu erkennen sind. Wichtig ist dabei natürlich das Fotografieren im RAW Format. In der Nacharbeit ziehe ich die Tiefen hoch und helle lokal die Personen wieder auf. Noch ein kleiner Tipp zum Fokussieren im Gegenlicht, schattet beim Fokussieren die Sonne mit eurer Hand ab. Dadurch macht ihr es der Kamera leichter, den Fokus zu finden.

Hier das fertige Foto. Die Personen wurden aufgehellt

und die Farbtemperatur wurde angepasst. Natürlich nimmt auch das Rauschverhalten bei dieser Methode zu. Ich denke aber das sollte mit modernen Kameras eigentlich kein Problem mehr sein.


Das unbearbeitete Foto. Die Personen sind erkennbar zu dunkel. Hätte ich beim Shooting diese Fotos gezeigt, wäre das Paar wahrscheinlich entäuscht gewesen und sie hätten das Vertrauen in mich verloren. Ich denke man kann ruhig mutig sein und Bilder stark unterbelichten um sie später entsprechen aufzuhellen. Da geht einiges ;)