Familienshooting in der Abendsonne

Eine wundervolle Familie im schönen abendlichen Sommerlicht auf dem Cospoth bei Jena.


Diese tollen Spätsommer Abende sind einfach fantastisch für Familien- und Portraitshootings. Die Sonne steht schon 18.00 Uhr recht tief und alles strahlt noch in den sommerlichen Farben. Ich habe eine junge Familie fotografiert, bei welcher es bald zum zweiten Mal Nachwuchs gibt. Die Familie war sehr entspannt und wir hatten eine gute Stimmung beim Shooting. Der kleine Mann war auch sehr aufgeschlossen und von mir, als fremde Person, nicht eingeschüchtert,


sodass wir gleich starten konnten. Auch bei diesem Shooting habe ich wieder damit angefangen, die Familie ein kleines Stück gehen zu lassen. Dabei sollten sich alle an die Hand nehmen und nicht zur Kamera schauen, sondern beieinander sein und einander anschauen.

Meistens kommt dann ganz automatisch ein Lächeln in die Gesichter und alle werden etwas warm und locker. Diese Laufbilder kann man dann auch noch etwas variieren, zum Beispiel wenn der Vater das Kind auf die Schultern nimmt, oder das Kind vorn wegläuft.

Wir haben auf dem Cospoth fotografiert, dieser ist sehr abwechslungsreich und hat keine saftig grünen Wiesen, sodass ich keine Probleme mit unangenehmen farblichen Reflexionen habe. Sollte das aber mal nicht vermeidbar sein, wie zum Beispiel auf Hochzeiten, bei denen man sich die Uhrzeit und den Ort für das Paarshooting nicht immer frei wählen kann, habe ich immer einen Reflektor im Auto. Damit reflektiere ich die Sonne auf einer weißen großen Fläche zurück zu den Personen, welche ich fotografiere. Der Vorteil ist dann der, dass ich eine neutrale Farbe zurück reflektiere und ich wieder gute Hauttöne auf dem Foto habe.



Flächen reflektieren immer in der eigenen Farbe zurück, das ist auch der Grund, warum man grüne Gesichter auf einer saftig grünen Wiese zur Mittagssonne bekommt. Das wieder zu korrigieren, ist sehr mühsam.

Auch bei diesem Shooting habe ich wieder alle Fotos unterbelichtet, da ich sehr viel gegen die Sonne fotografiert habe.

Das ist mit meiner Nikon Z6ii kein Problem, da die Dateien soviel Dynamikumfang haben, dass ich die dunklen Bereiche später einfach wieder zurückholen kann. Das komplette Shooting habe ich mit meinem Sigma 85mm 1.4 fotografiert und speziell in diesem Fall auch so durchgezogen, ohne das Objektiv zu wechseln, auch wenn ich für manche Fotos sehr weit weg gehen musste :) ich mag aber einfach den Look von 85mm.

Der Junge auf den Fotos ist 4 Jahre alt, das ist ein sehr gutes Alter um auch aktiv mit den Kleinen etwas zu spielen und sie zu fordern. Was ich sehr gern mache ist sie an eine Stelle zu stellen und zu sagen auf drei läufst du so schnell du kannst auf mich zu. Dabei feuere ich sie so richtig an. Der Effekt ist der, dass am Ende des Rennens meistens ein Lächeln kommt und die Kleinen etwas Energie loswerden. Manche Kinder haben aber auch ihren eigenen Willen und da heißt es auf Masse gehen und viele Fotos machen, in der Hoffnung, dass etwas dabei ist. Viele Eltern setzen sich dann auch unter Druck, wenn sie merken, dass ihr Kind nicht so richtig Lust hat, das ist für mich aber überhaupt kein Problem. Das kenne ich aus eigener Erfahrung und ich nehme mir die Zeit, die es braucht. Die Zeit kann man auch gut nutzen und die Eltern als Paar fotografieren, was wir auch gemacht haben :)